Zurück nach Schweden

16Januar
2012

Schweden: Die zweite Halbzeit

Anpfiff und los gehts! Das neue Jahr hat begonnen und heute auch das neue Semester. Das alte war Freitag mit zwei Hausarbeiten zu Ende - Ferien gabs also keine. Dafür habe ich meine alte Gastfamilie in Stockholm besucht, was sehr nett war, nur der Schnee hat gefehlt. Auch wenn sich an dem mir bekannten Chaos nichts geändert hat, sind sie sehr herzlich und alles so vertraut. Da kommen Erinnerungen auf, wenn man an einen solchen Ort zurück kommt und Stockholm wird immer eine besondere Stadt für mich sein. Gestern bin ich außerdem von einem weiteren Skiwochenende mit Skischule am Samstag und Regen und Tauwetter gestern zurück gekommen. Für Januar ist das hier völlig ungewöhnlich, aber das Wetter spielt ja schon den ganzen Winter nicht nach den Regeln. Die Sicht war total schlecht, Scheibenwischer für die Skibrille wären da gut gewesen, und alle Sachen nach kurzer Zeit völlig durchnässt, meine Handschuhe konnte ich auswringen. Immerhin war kein Mensch auf der Piste und ich habe richtiges Skifahren gelernt - Carving (laut schwedischem Skilehrer mit Eltern aus Österreich). Winterurlaub muss jetzt bei mir wohl zum Pflichtprogramm gehören. Ich kann nämlich ein zweites Paar Skier mein Eigen nennen. Nachdem ich mit Skiern von einem Freund das Langlaufen für mich entdeckt habe, musste ich mir selber gebrauchte anschaffen. Das ist hier wirklich der Sport im Winter und ein super Ausgleich. Die Spur geht vor meiner Tür los und der ganze Wald ist voller unterschiedlich langer Runden. Das Ganze in dieser unglaublich schönen Winterlandschaft mit toller Aussicht auf die Berge... Ihr bemerkt meine Begeisterung Lächelnd Ich genieße diese Möglichkeiten hier sehr. Der Schnee wird übrigens überall aus der Stadt mit Lastern abtransportiert. Die Schneeraupe ist auch schon mein bester Bekannter und weckt mich gerne morgens um 5, weil sie den Schnee direkt neben mein Haus hinschieben muss. Die Angestellten auf dem Camping haben auch nichts anderes zu tun als Schnee zu schippen. Jeden Tag, wenn ich den Schnee sehe, der sich vor meinem Fenster auftürmt, bin ich froh hier zu sein. Das alles gibt einem ein ganz anderes Lebensgefühl und mehr Lebensqualität im Alltag. Keine Sorge, Deutschland wird mich trotzdem wiedersehen, ich muss ja meinen Bachelor noch fertig machen (wenn das allerdings ohne Probleme hier möglich wäre, könnte ich für nichts garantieren...). Das ist auch das nächste Thema: Ich werde wohl wirklich dieses Semester meine Bachelorarbeit hier schreiben. Das ist ein Masterthesis Kurs auf Englisch, der mir dann anerkannt werden soll. Ich habe zwar bereits mit Trier gesprochen, aber ganz in trockenen Tüchern ist es noch nicht und ich glaube auch erst daran, wenn ich es schwarz auf weiß habe. Ansonsten mache ich jetzt einen Kurs in klinischer Psychologie und wahrscheinlich Sportwissenschaften. In einer Woche geht es aber erstmal zur SKIweek. Von Sonntag bis Donnerstag kommen da aus ganz Schweden Studenten zum (mehr oder weniger) Skifahren, Party und Remmy Demmy machen (eher mehr). Ich bin gespannt, wie das wird - bin ja grundsätzlich eher gegen Alkohol und Skifahren... Ansonsten sind hier jetzt viele Leute abgereist und die neuen angekommen. Silvester war nochmal eine typische Erasmus-Party mit allem was dazu gehört. Ich war aber brav und hatte trotzdem oder gerade deswegen einen tollen Start ins neue Jahr. Die zweite Hälfte von meine Aufenthalt wird sicherlich anders, ruhiger denke ich, weil wir deutlich weniger sind und ich auch irgendwie meinen Alltag gefunden habe. Das ist aber auch ok so, sonst werde ich mich nie wieder an das Studieren in Deutschland gewöhnen können. Der Gedanke kommt mir jetzt schon absurd vor, wenn ich an die Unterschiede denke. Ich werde die Zeit auf jeden Fall noch genießen und nutzen für viele weitere Erfahrungen. Also Leute, nicht vergessen die Zeit vergeht schnell. Wer noch kommen will, sollte es sich bald überlegen. Ich weiß der Weg ist weit und ich bin auch keinem böse, der es nicht schafft - aber meine Berichte müssten euch doch so langsam überzeugen ?! Der große See ist langsam auch zu gefroren und Ende Januar öffnen mit dem Winterfest lauter Aktivitäten dort. Regen in Deutschland? Der Winter ist hier!

Für mich geht es morgen mal wieder in die Uni für zwei Stündchen (NEIN, ich muss auch noch mehr tun, lesen und so...). Danach aber auch erstmal wieder raus auf die Ski, zwei Stunden am Tag  müssen schon sein. Wenn es euch beruhigt, es ist nicht immer nur alles toll hier (nur fast) - ich erzähl einfach nur das Beste und davon gibt es eben einiges. Ihr fehlt dabei trotzdem, denkt nichts falsches! Das ist eins der schlechten Dinge... Ich denke an euch und freu mich über jede Nachricht. Fühlt euch ganz herzlich gegrüßt - hier kommt ein Schneeball aus Schweden.

Eure Teresa

Auf dem Camping Vor meiner Tür Schneelagerung Wintergarten Sonne und Schnee Stockholm

26Dezember
2011

God Jul - Frohe Weihnachten!

Ich wünsche euch allen noch frohe Weihnachten und hoffe ihr hattet schöne Festtage mit genau so viel gutem Essen und netter Gesellschaft, wie ich hier! Dieses Jahr endlich mal weiße Weihnachten für mich, wenn auch weniger kalt, als erwartet. Der Morgen am 24.12. war schon wunderbar mit Sonnenschein - so lange oder eher gesagt kurz der zur Zeit zu sehen ist. Mehr als vier Studen kann man nicht von Tag im eigentlichen Sinne sprechen. Für Weihnachten war das aber eher passend, denn schon um 15h konnte man es sich drinnen gemütlich machen. Nach schwedischer Tradition haben wir uns zum Donald Duck schaun getroffen. Da laufen im Fernsehen Aussschnitte von allen möglichen Disney Filmen, die sich die Familien zusammen anschaun. Wir waren letztendlich 12 Leute, die zusammen gefeiert haben (in letzter Minute hatte sich noch eine Splitergruppe aus hauptsächlich Franzosen und Italienern gebildet, die ihre eigene Feier gemacht haben.) Eine sehr gemischte Gruppe aus Schweden, Amerikanern, Deutschen, einem Chinesen und einem Rumänen. Es gab ein typisches schwedisches "Julbord" (Weihnachtstisch) mit vielen kalten Dingen, wie Lachs, Hering, Eiern, Brot, Käse, Salat und außerdem Köttbullar, Wurst, Kartoffeln und natürlich einem 3kg Weihnachtsschinken. Zur Vorspeise schon eine Lauch-Käse-Hackfleischsuppe und zum Nachtisch Obstsalat und Pepparkaka-Tiramisu sowie schwedischen Milchreis, bei dem wir uns allerdings nicht einig waren, ob das Nach- oder Hauptspeise ist und den dann auch keiner essen wollte. Hungrig geblieben ist aber keiner und wir haben das Essen durch Filmpausen unterbrochen. Es war ein anderes, aber gemütliches, ruhiges und entspanntes Weihnachten. Am 1. Feiertag haben wir uns dann mittags wieder zum Resteessen getroffen - da war noch genug für mehrere Tage übrig. Vor dem Nachtisch brauchten wir wieder eine Filmpause, dann wurde es auch schon wieder dunkel... Da wir uns abends schon wieder zu einer Lazy-movie-night treffen wollten, als Gegenrpogramm zur Weihnachtsparty in der Stadt, die 20Euro Eintritt gekostet hat, sind wir dann alle schnell nochmal nach Haus. Im Grunde haben wir die ganze Zeit gegessen, geredet, ferngesehen und sind nur kurz zum schlafen oder skypen nach Hause. Ich bin nachmittags dann noch in der Kirche gewesen bevor ich kurz zurück nach Hause und dann wieder zum Harry Potter schaun und Nachtischessen gegangen bin. (Zwischen allem hin und her lag immer eine halbe Stunde Fußweg - immerhin etwas Bewegung.) Gestern Nacht hat hier dann Dagmar getobt. Schon auf meinem Heimweg hat es ordentlich geweht und der Schnee ist getaut. Als ich dann zu Hause war, ging es richtig los. Wind mit 120h/km, Stromausfälle und Regen hat meine Hütte zum wackeln gebracht. Ich dachte es reißt die Fenster raus oder, dass ein Baum auf mein Haus fällt. An schlafen war da echt nicht zu denken. Irgendwann war der Sturm aber plötzlich vorbei. Jetzt liegen überall Äste herum, aber es ist ein Glück keinem hier etwas passiert.

Jetzt habe ich bis Anfang Januar noch zwei Essays zu schreiben, aber nicht so richtig Motivation. Viel lieber gehe doch Skifahren (gerade wieder spontan für morgen verabredet) ! Die letzte Woche war ich schon viermal - morgens früh los und nachmittgas zurück, wenn die Lifte zu machen. Einfach großartig so dicht am Skigebiet (bzw. 2 Skigebieten) zu wohnen, da haben sich meine Skier und der Saisonskipass schon gelohnt. Man braucht nur irgendjemand mit einem Auto und genug Leute. Zur Zeit sind leider viele nicht hier, aber ich muss ja auch etwas für die Uni machen... Zu Silvester werden einige zurück kommen. In einigen Tagen beginnt also ein neues Jahr und mein zweiter Abschnitt in Schweden. Das neue Semester schließt direkt ans alte an - am 16.1.12 geht es wieder los. Für mich eigentlich ohne Pause, aber das studieren ist hier allgemein ja anders und vondaher stört es mich auch nicht so. Da kommen dann auch 11 neue Austauschstudenten, bevor Ende Januar die letzten gehen werden (von denen, die nur ein Semester bleiben). Vorher werde ich noch ein Wochenende Skifahren und meine alte Gastfamilie in Stockholm besuchen. Darauf freue ich mich schon und bin gespannt sie wiederzusehen. Außerdem tut ein bisschen Großstadtluft zur Abwechslung auch mal gut, obwohl ich mich weiterhin wohl fühle in meinem kleinen Östersund :)

Schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012 euch allen!

Eure Teresa

CampingCampus Skifahren Heiligmorgen Weihnachtsessen Ruhe nach dem Sturm

12Dezember
2011

Winter life in Sweden

Endlich Winter! Lange mussten wir warten und viel später als normal ist der Winter doch noch bei uns angekommen. Draußen türmen sich schon die Schneeberge und Schneeschippen gehört jetzt zur täglichen Leibesertüchtigung. Als ich gestern vom ersten Skiwochende zurückgekommen bin, musste ich mich erstmal durch den Schnee zu meinem Haus durschschlagen. So richtig kalt ist es zwar nicht, aber es schneit weiter und der Schnee bleibt liegen. Das hat auch einen neue Sportart mit sich gebracht, die hier auf dem Camping unter uns Studenten fleißig betrieben wird: Türen-mit-Schnee-zu-schaufeln. Es kann also passieren, dass einen morgens oder wenn man nach Hause kommt eine weiße Überraschung erwartet. Die Täter konnten noch nicht gefasst werden.

Am Wochenende habe ich, wie gesagt, meinen ersten Skitrip gemacht. Ich bin am Donnerstagnachmittag mit einigen anderen mit dem Zug in das Skigebiet Åre hier in der Nähe aufgebrochen. Es war die Saisoneröffnung "Test und Fest", bei der man bis Mitternacht Skifahren und neue Skier testen sollte. Nach Wochen ohne Schnee hatte es ein Glück angefangen zu schneien und die Aussichten waren gut. Voller Vorfreude gab es dann am Freitagmorgen die erste Enttäuschung. Wegen zu starken Wind konnte die große Abfahrt nicht geöffnet werden. Stattdessen mussten wir mit einem kleinen Ankerlift und einer ca. 200m langen Piste zufrieden sein. Das Anstehen dauerte länger als die Abfahrt und als es voller wurde, haben wir gegen Mittag aufgegeben. Für mich war es zwar für den Anfang wieder eine gute Eingewöhnung, allerdings auf Dauer auch etwas langweilig. Wegen einem Missverständnis haben wir dann über eine Stunde auf den Skibuss gewartet. Da war die Laune erstmal auf dem Tiefpunkt. Unser Appartment war dafür aber eine Entschädigung. Eigene Sauna, große Couch, Fernseher usw. - da konnten wir uns nicht beschweren. Ich war mit zwei Freunden und zwei anderen Jungs von der Uni, die wir vorher nicht kannten, zusammen im Appartment. Neben dem, was man da als Mädchen zu ertragen hat, konnte ich zumindest manchmal auch Vorteile genießen, z.B. dass mir meine Skier getragen wurden. Am Freitagmorgen haben wir dann auf bessere Bedingungen gehofft und ja, die WM-Abfahrt wurde geöffnet! Also früh auf den Weg und gerade am Lift, als dieser wegen technischer Probleme erstmal anhält. Nach 20min ging es dann aber ein Glück weiter, immerhin saßen wir nicht irgendo im Lift oben auf dem Berg (Sessellift ohne Windschutz bei Schneefall und Wind...). Das Mitternachtfahren war von vorneherein abgesagt worden, wegen zu schlechter Schneebedingungen. Auch wenn die Piste ziemlich vereist war, hat es total Spaß gemacht endlich wieder auf Skiern zustehen. Am Anfang war es noch eine echte Herausforderung für mich mitzuhalten, da die anderen alle ziemlich erfahrene Skifahrer sind. Wir sind den ganzen Tag ohne wirkliche Pause gefahren und es hat immer mehr Spaß gemacht. Zuerst habe ich noch mit Schmerzen gekämpft (Skischuhe = unmenschlich und wie viele Muskeln hat man in den Beinen, von denen man nichts weiß?), aber man gewöhnt sich ja an alles. Später sind wir noch kurz auf den Weihnachtsmarkt im Ort, der allerdings ziemlich klein war und wir außerdem kaputt. Nach einem super Skitag haben wir uns auf den letzten Tag gefreut. Morgens mussten wir schon aus dem Apartment, alles aufräumen und unsere Sachen am Bahnhof einschließen. Schließlich auf dem Weg zum Lift kamen uns Leute entgegen, was nichts Gutes heißen konnte. Und ja, der Lift war geschlossen worden und die Leute wurden evakuiert wegen zu großer technischer Probleme. Gut vorbereitet, wie wir waren, hatten wir gerade extra schon die Tickets für die Rückfahrt am Nachmittag gekauft, um mehr Zeit zu haben. Das hieß dann also den Tag irgendwie rum kriegen. Die kleine Piste vom ersten Tag war allerdings offen und so mussten wir nur wieder eine Stunde auf dem Bus warten, um dort hin zu kommen. Es war dann aber doch besser als erwartet, weil ein größerer Teil geöffnet und der Schnee war. Außerdem hatten wir das beste Wetter des Wochenendes. Ärgerlich war nur, dass wir einen Skipass hatten und man auf der Piste an diesen Tagen keinen brauchte. Aber was solls. Im großen und ganzen war es neben einigen Frustrationen ein gutes Wochenende und Start in die Skisaison.

Zurück in Östersund hat uns eine Menge Schnee erwartet. Die Zeit vergeht so wahnsinnig schnell - jetzt war schon der 3. Advent. Die meiste Zeit des Tages ist es jetzt dunkel. Viele fahren über Weihnachten nach Hause und einige kommen gar nicht mehr wieder, weil das Semester im Januar schon vorbei ist. D.h. es beginnt das Abschied nehmen. Am Mittwoch haben wir unsere gemeinsame Weihnachtsfeier. Morgen ist Lucia, das Lichterfest. Da ist um 7:30h eine Feier in der Uni, bei der ich mit dem Chor singe und dann die "Lucia" mit Kerzen auf dem Kopf kommt. Für mich ist es eines der schönsten Feste. Ansonsten habe ich zwei Hausarbeiten zu schreiben, d.h. mal wieder etwas zu tun. Einige Kurse im nächsten Semester wurden leider wegen Kürzungen eingestellt, sodass ich jetzt schauen muss, welche ich stattdessen mache. Das ist etwas ärgerlich, weil die Auswahl ziemlich klein ist und ich eigentlich nicht noch einen englischen Kurs machen möchte.

Der Biathlon hier vor zwei Wochen war übrigens ein tolles Erlebnis. Live dabei zu sein, was man sonst nur im Fernsehen sieht, ist wirklich etwas anderes. Ich schicke euch allen winterliche Grüße aus dem Norden!

Eure Teresa

Biathlon Biathlon Winter mein Haus Black and white Party

11November
2011

Einbruch der Dunkelheit

Die letzten Wochen sind schnell vergangen. Mit der Zeitumstellung sind die Tage jetzt deutlich kürzer geworden. Inzwischen ist es um 16h dunkel. Die letzten Tage hatten wir traumhafte Sonnenuntergänge. Da kann man dann auch mal um 3 Uhr nachmittags zum See um sich das anzuschaun. Die Dunkelheit macht müde bzw. der Abend beginnt zu früh, sodass man um 6 Uhr gefühlt auch schon ins Bett gehen könnte. Die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt wird schon montiert. Das macht hier aber wenigstens wirklich Sinn, weil es so viel dunkel ist. Ich werde mit meinen Lichtern im Fenster trotzdem noch etwas warten. Ist doch noch etwas früh und langsam gewöhne ich mich auch an die kurzen Tage. Wenn der Schnee dann erstmal da ist... Auf den warten wir leider immer noch sehnsüchtig. Immerhin ist es jetzt mal kälter geworden und für nächste Woche bestehen Chancen. Alles bereitet sich auf die Skisaison vor, denn Anfang Dezember ist hier ja schon Biathlonweltcup. Dafür wurde jetzt auf eine Strecke Schnee aufgeschüttet, der aus dem letzten Jahr irgendwo in der Erde vergraben war, um ihn jetzt zu verwenden! Ich habe auch schon einige Skitrips geplant. Meine Skier warten schließlich immer noch darauf ausprobiert zu werden.

Uni war in den letzten Wochen eher nebensächlich. Ich verbringe mindestens genau so viel Zeit mit Fußball spielen, schwimmen, laufen usw. - bald hoffentlich auch Skifahren. Ab nächster Woche habe ich aber noch einen neuen Kurs und dann auch wieder mehr zu tun, außerdem eine Klausur (so ein bisschen mach ich also doch). Ansonsten hat sich hier wenig verändert. Ich bin froh, hier zu sein! Es ist ein bisschen, wie in einem Ferienchamp, wie wir hier alle in unseren Hütten wohnen und ständig irgendwo was los ist. Das ist schon ein anderes Leben. Ich habe mich entschlossen auch über Weihnachten und Neujahr hier zu bleiben, um die Erfahrung mitzunehmen. Es werden auch einige andere Leute hier sein und da ich letzte Woche einige Tage in Bremen, weil mein Opa gestorben ist, ist erstmal kein weiterer Deutschlandbesuch geplant. Wer mich sehen will, muss also herkommen :) Im Januar werden leider viele schon wieder nach Hause gehen, weil sie nur ein Semester bleiben. Das wird dann sicher nochmal eine Veränderung, weil wir als Gruppe ziemlich zusammen gewachsen sind. Einige bleiben aber auch und ein paar Neue werden kommen. Die Zeit vergeht so schnell...

Jetzt werde ich aber doch nochmal was für die Uni tun. Mehr zu berichten gibt es grad auch nicht. Irgendwie ist eben doch ein wenig Alltag eingekehrt. Lasst von euch hören!

Hälsningar (Grüße), Teresa

Sonnenuntergang Sonnenuntergang Mond frost

18Oktober
2011

Zwischen Alltag und Abenteuer

Es hat etwas gedauert bis zu diesen Eintrag, aber ich habe euch nicht vergessen. Sonntagabend bin ich von einem Wochenendtrip nach Trondheim zurück gekommen. Freitagmorgen sollte es um 8h per Auto Richtung Norwegen gehen. Es ging aber schon damit los, dass ich den ersten wecken musste (die Party am Donnerstag ging wohl doch zu lange). Gepackt hatte er natürlich auch noch nicht. Als wir dann endlich auf der Straße waren, ist den Jungs eingefallen, dass sie den Alkohol zu Hause vergessen haben (und der ist in Norwegen, so wie alles, noch viel teurer als hier). Danach konnten wir aber endlich die 270km auf eher kleinen Straßen durch die Berge und einigen Fotostops bei Sonnenschein angehen. Gegen Mittag waren wir dann am Ziel. Schlafen sollten wir bei einem über drei Ecken Bekannten von Petr aus Prag. Wir hatten zwar die Adresse, allerdings nur mit einer wenig hilfreichen Hausnummer (01/21) in einem rießigen Studentenwohnheim und keine Telefonnummer. Irgendwie sind wir dann aber in der richtigen Wohnung gelandet, oder eher gesagt standen wir plötzlich in einer Küche mit zwei verwirrt schauenden Asiaten. Unser Gastgeber war nämlich nicht zu Haus. Also haben wir uns erstmal auf den Weg in die Stadt gemacht. Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück und Trondheim war eine gelungene Abwechslung zum kleinen Östersund, das doch eher Dorfcharakter hat. Abends haben wir dann auch Ondra,  unseren Gastgeber, kennengelernt, der total offen war und unglaublich viel geredet hat. Sein Zimmer war mit ca. 10qm allerdings recht klein für 5 bzw. 6 Personen, darüber haben wir uns aber erstmal keine Gedanken gemacht, sondern mit seinen Mitbewohnern und einigen Freunden einen geselligen Abend gehabt. Später sind wir noch los in die Stadt in einen Klub, der wie auch in Schweden um 2h schließt. Nach 30min Fußweg nach Hause war ich reif fürs Bett und hatte auch das Glück eins zu haben, weil Ondra bei einem Freund geschlafen hat (Vorteil, wenn man das einzige Mädchen ist).

Der nächste Morgen ging später los als geplant, weil wir alle etwas verschlafen waren... Nach einem späten Frühstück/Lunch mit Resten vom Abend (Spaghetti, Pizza) sind wir Richtung Küste aufgebrochen. Ungefähr 100km von Trondheim hatten wir eine Hütte in den Bergen am Meer gebucht, die wie noch andere der Uni in Trondheim gehört und total günstig von den Studenten genutzt werden kann. Schon auf der Fahrt konnten wir die Aussicht genießen (auch wenn ich etwas müde war). Die Landschaft in Norwegen ist nochmal anders als hier, felsiger, grober und auch mit den Fjorden echt beeindruckend. Die Hütte lag sehr abgeschieden und war ohne Strom und Wasser. Bevor es dunkel wurde mussten wir also erstmal Wasser finden und holen, den Ofen anmachen und Kerzen aufstellen. Für die restliche nachmittags Beschäftigung habe ich dann gesorgt, in dem ich den Autoschlüssel im Auto eingeschlossen habe. Wie das genau passieren konnte, weiß ich auch nicht und ich war nur froh, dass die Jungs ziemlich ruhig geblieben sind. Die Mission war also: Wie bricht man in ein Auto ein? Wir haben zusammen mit Stöckern, Faden usw. alles versucht um das Auto aufzubekommen. Zwischen der Dichtung bei den Fenstern könnten wir einen Spalt bekommen, wo wir zuerst mit einem Stock versucht haben eine Knopf zu drücken - erfolglos. Letztendlich hatten wir Glück, dass hinten manuelle Fensterkurbeln waren, mit der wir mit Stock und Faden irgendwie das Fenster aufbekommen haben und dann ins Auto einsteigen konnten. Ich war so froh, als wir den Schlüssel wieder hatten!!! (Hab ihn dann die restliche Zeit auch nicht mehr in die Hand genommen.) Nach dieser Aufregung wollten wir dann am Abend Kartoffeln kochen, was auf dem kleinen Holzofen allerdings eine Ewigkeit gedauert hat. Es war aber wenigstens warm und mit den ganzen Kerzen sehr gemütlich. Im Halbdunkeln haben wir dann auf den Sofas alle ziemlich kaputt den Abend zu Ende gebracht.

Am Sonntag haben wir dann noch eine kleine Hiking-Tour gemacht. Und das war wirklich querfeldein hiking. Da es keine Wege gab, haben die Jungs beschlossen den Berg einfach so hoch zu klettern. Es waren wirklich massive Felsen und oben richtig windig. Ich hatte mich dann schon auf einen entspannteren Abstieg gefreut, aber es war eher das Gegenteil. Wir sind einfach geradeaus durch den wildesten Wald den Berg runter "gerutsch". Ich war mir teilweise nicht sicher, wie wir das Auto wieder finden sollten, aber irgendwie haben wir es dann geschafft. Nach einer "Fika" Pause ging es dann zurück Richtung Schweden. (Fika ist schwedisch und bedeutet soviel wie, dass man alles stehen lässt, Kaffee trinkt und Kuchen ist oder was man will. Man kann es einfach immer sagen und alle sind dabei.) Es war ein tolles Wochenende wieder mit vielen neuen Eindrücken.

Was sonst so passiert ist:

- Ich habe mir Skier gekauft! Total günstige gebrauchte. Der Schnee kann also kommen.  

- Ich habe schon zwei Klausuren geschrieben und eine wieder. Mit dem Ergebnis kann ich auch sehr zufrieden sein (hab den Kurs allerdings nur zum Spaß gemacht). Ich bin also froh, dass es mit der Sprache ganz gut klappt, auch wenn es viel Arbeit ist.

- Ich habe jetzt ein 6monats Ticket für das Schwimmbad hier direkt auf dem Platz, d.h. ich kann jeden Tag schwimmen, in die Sauna und Wirlpool (im Winter sicherlich noch besser).

- Ich gehe zum Uni-Chor. Wir singen alles mögliche, sehr entspannt, nette Leute und Fika :)

Ich bin froh hier zu sein und genieße die Zeit, aber genauso fehlt ihr alle mir! Ich denke an euch  - kommt mich besuchen! Anfang Dezember ist hier Biathlon und großer Weihnachtsmarkt...lohnt sich sicher.

Fühlt euch gedrückt! Eure Teresa

Schweden See Fahrt Auf der Straße trondheim Trondheim Hütte Hütte Hiking Berge Rückfahrt

19Sept
2011

In den Bergen

Heile zurück vom Hiking-Wochenende! Letzen Freitag bin ich mit einer Gruppe von 30 Leuten von der Uni zu einer Wandertour in die Berge aufgebrochen. Der Startpunkt war ca. 100km von hier in der Nähe von Åre (dem Skigebiet), nahe der norwegischen Grenzen. Von dort sind wir zur ersten 12km Etappe losgelaufen, leider im Regen. Der Weg ging über Stock und Stein, war teilweise sehr matschig und man musste aufpassen, wo man hintritt. Dadurch musste man immer wieder anhalten, um die tolle Umgebung ausgiebig zu genießen. Nur Berge, Wasser, kaum Menschen und keine Häuser weit und breit. Es war allerdings schon ziemlich kalt und windig, der Weg ging fast nur bergauf und das Gepäck auf dem Rücken hat das Laufen nicht erleichtert. Nachmittags war man dann froh auf der Berghütte zu sein. Die war dann aber schon total voll, aber wir haben einen Raum bekommen, der vollständig (!) mit Matrazen ausgelegt wurde. Es gab eine Küche zum Essen kochen und natürlich eine Sauna, alles einfach aber gut. Rentiere standen direkt vor der Tür und haben sich nicht stören lassen. Abends waren es dort auf gut 1000m über NN nur noch 0° C. Gemacht haben wir dann auch nicht mehr viel und man hätte auch um 19.30h ins Bett gehen können vor Erschöpfung. Das ging aber nicht allen so und Ruhe zu finden war unter den Umständen erst später möglich.

Der Samstag hat mit blauem Himmel und Sonnenschein begonnen, traumhafte Aussicht. Um 7:30h gab es das allerbeste Frühstück überhaupt!  Frische, selbstgemachte Brötchen, leckeres Brot (und das in Schweden), den typischen Haferbrei usw. Da konnte man sich ordentlich für die zweite Etappe mit 19km stärken, auf die wir nach dem ersten Tag schon gespannt waren... Der Weg ging durch ein Tal, rundherum nur Berge, überall kleine Bäche und immer wieder Seen. Wir sind ganz unabhängig in kleinen Gruppen gelaufen, so wie es sich ergeben hat und welches Tempo man laufen wollte. Mittags war dann wieder bei einer kleinen Schutzhütte Pause und nach und nach sind alle eingetroffen. Wir haben dann erstmal die Sonne genossen bevor es weiterging. Man konnte später schon von weitem das Ziel sehen, allerdings lagen immer noch einige Kilometer vor uns. Das Wetter und die Landschaft waren so schön, dass wir uns nachmittags Zeit gelassen haben und nochmal in der Sonne lagen. Das letzte Stück waren 2km Aufstieg zur Hütte, die nochmal alle Kraft gefordert haben. Dann war es geschafft und wir richtig stolz, aber kaputt. Am Fuß von Bergen, die schon mit Schnee bedeckt waren, hatten wir das Ziel erreicht. Dann war wieder Sauna und Essen angesagt.

Am nächsten Morgen hatten wir unglaublicher Weise wieder Sonnenschein, allerdings auch mehr Wind. Nach dem Frühstück ging es auf die letzte 16km lange Etappe. Das erste Stück bis zur Pause haben wir in 2 Stunden schnell zurück gelegt und hatten damit schon die Hälfte geschafft. Der Weg war größtenteils angenehm und ging viel bergab, es war sogar recht warm. Irgendwann kam dann aber doch langsam die Erschöpfung und erste Schmerzen. Bis dahin hatte ich keine Probleme gehabt, außer dass mich der Rucksack echt genervt hat und man sich jedes Kilo gut überlegen sollte... (Wir waren jeden froh, wieder mehr gegessen und damit weniger Gewicht zu tragen zu haben.) Es war dann aber doch relativ schnell geschafft und ein tolles Gefühl endlich die Schuhe auszuziehen und sich ins Gras fallen zu lassen! Wir haben dann in Åre nochmal an zwei Stellen halt gemacht und die Aussicht ins Tal und auf die Berge genossen - Ich freu mich aufs Skifahren bei diesem Panorama! Abends wieder in Östersund anzukommen, mit dem Fahrrad nach Haus zu fahren und der Gedanke am nächsten Morgen um 8h in der Uni zu sein, waren fast ein Kulturschock nach diesen Tagen in der puren Natur.

Der Alltag hat mich schnell wieder eingeholt. Die letzte Woche war ich den ganze Zeit in der Uni mit einer Gruppenhausarbeit beschäfftigt, die jetzt endlich fertig ist! Den ganzen Tag Schwedisch hören, sprechen, schreiben, verstehen und das auch noch für so eine Arbeit war ziemlich anstrengend. Jetzt bin ich aber stolz es geschafft zu haben und darf nun  Lernen für die erste Klausur am Mittwoch... (Die sind hier übrigens 4 Stunden lang.)

Grade scheint die Sonne in meine Fenster, ich habe mit zwei Freundinen gefrühstückt und mache mich jetzt an die Arbeit (könnte mir wirklich schöneres vorstellen). Bis bald meine Lieben!

Eure Teresa

Berge See Schnee Morgen Steine Angekommen

08Sept
2011

Uni auf Schwedisch und Leben als Erasmusstudent

Ich melde mich wieder nach inzwischen drei Wochen hier in Östersund. Die Uni hat begonnen und mich auch schon wieder voll im Griff. Der Ablauf ist hier ganz anders, man macht eigentlich verschieden Kurse jeweils nacheinander über einige Wochen. Ich habe zur Zeit einen BWL-Kurs, für den ich gerade am meisten machen muss (dabei mach ich den eigentlich nur zum Spaß). Die erste Abgabe war diese Woche, nächste Woche die nächste, für die ich auch ein Buch lesen muss, außerdem in zwei Wochen Abgabe einer Gruppenhausarbeit und danach die Woche Klausur. Die schwedischen Vorlesungen zu verstehen ist kein Problem allerdings dauert das Schreiben ewig und strengt ganz schön an.

Für Psychologie habe ich einen Kurs in Arbeitspsychologie auf Distanz, was bedeutet, dass alles online läuft. Vorlesungen, Diskussion, Aufgaben, Klausuren... Das bedeutet vor allem viel Selbstdisziplin, lesen usw. Daran muss ich mich auch erst gewöhnen und so ganz genau weiß ich auch noch nicht, wie das alles ablaufen wird. Ich habe da noch nicht viel für getan... Den zweiten Kurs, den ich eigentlich jetzt auch noch hätte, habe ich gleich aufgegeben, weil das einfach zu viel werden würde und er auch auf Distanz war. Dafür werde ich in einigen Wochen noch einen Kurs auf Englisch machen. Das war der einzige, der in Frage kam und ist sicher auch keine schlechte Möglichkeit.

Mein erster Besuch ist jetzt wieder abgereist. Max und Max, die eine Fahrradtour von Helsinki durch Finnland und zurück durch Schweden machen, haben von Samstag bis Mittwoch bei mir eine längere Rast gemacht. Das Wetter war leider (wie jetzt auch) meistens nicht sehr schön, also haben die beiden vor allem die Möglichkeit genutzt den ganzen Tag rumzuhängen und zu lesen, während ich in der Uni war (naja nach über 1000km Fahrradfahren haben sie sich die Pause ja verdient). Platz ist auf jeden Fall genug in meiner Hütte und Besuch immer gern gesehen!

Das Leben als Erasmusstudent ist ganz schön anstrengend. Man kann fast jeden Abend irgendwo Party machen. Hier auf dem Campingplatz, wo ich wohne, sind auch die meisten anderen Austauschstudenten, d.h. man trifft sich immer bei jemand anderen. Mit Alkohol ist es in Schweden ja so eine Sache. 1. wie alles total teuer, deshalb trinkt man Bier (was halbwegs bezahlbar ist), 2. bekommt man alles über 3,5% nur im Systembolaget, einem extra Geschäft für Alkohol (und da sollte man die Öffnungszeiten kennen), 3. der Transport auf dem Fahrrad von der Stadt  nach Hause (eine Kiste mit 24 Dosen auf dem Gepäckträger...). Viele haben wahrscheinlich mehr Bier als Essen im Kühlschrank - man muss eben Prioritäten setzen. Da Getränke in den Bars auch nicht grad billig sind (Bier ca. 4 Euro), gibt es immer eine Pre-Party. Clubs gibt es hier zwei und die sind nicht sehr toll. Die Musik ist einfach nur Mainstream oder schlimmer noch schwedische Popmusik. Um 2h macht dann auch schon alles zu, dafür fängt man früh an - 18h ist durchaus normal. PS:  Alles halb so schlimm, wie es klingt!

Morgen ist dann der Abschluss der Einführungswochen, auch für die schwedischen Studenten. Mit einem Flosrennen auf dem See enden die Aktivitäten. Das Flos müssen wir selber bauen mit allen möglichen Sachen, die wir uns zusammen suchen mussten (kaufen verboten). Die Flose werden dann von der Uni durch die Stadt zum Wasser getragen und vier Leute müssen zum Wettkampf antreten. Ich hoffe, dass es hält, aber wir haben ja Ingenieure dabei...

Das nächste Wochenende werde ich auf eine dreitägige Wanderung mit gehen, die hier von einer Gruppe an der Uni organisiert wird. Da bin ich schon gespannt wie das wird. Ich hoffe nicht zu kalt, denn man merkt schon, dass es Herbst wird.

Meine Eingewöhnungsphase ist wohl abgeschlossen. Selbst mit dem Kühlschrank in einem Raum zu schlafen, stört mich nicht mehr. Ich hoffe euch allen geht es gut!

Hälsningar från Östersund (grüße aus Östersund),

eure Teresa

See Östersund Stadt großer See

28August
2011

Angekommen

Seid Dienstag bin ich jetzt in Östersund in Mittelschweden, wo ich die nästen Monate verbringen werde. Die Reise war lang und am Ende wirklich ansterengend. Ich bin morgens früh von Bremen nach Stockholm geflogen und von da aus weiter mit dem Zug. Wegen Zugverspätung bin ich die letzten 2 Stunden mit dem Taxi gefahren worden und war dann erst um 20h in Östersund. Eigentlich sollte ich vom Bahnhof abgeholt werden, aber da ich zu spät war, war der Abholdienst nicht mehr da und ich musste mit Gepäck mein Hostel suchen. Ich hatte keine Ahnung, wo das sein sollte, aber letztendlich haben mir zwei Schweden den Weg gezeigt. Dann war ich nur froh, endlich da zu sein.

PsychologiegebäudeBibliothekUni

Am nächsten Tag hat das Einführungprogramm für die Austauschstudenten begonnen. Die letzten Tage hatte ich eigentlich kaum Zeit für irgendetwas anderes, weshalb ich mich auch erst jetzt melde. Es hat aber alles Spaß gemacht auch wenn es anstrengend war. Von Uni-Begrüßung, Campus-Führung über Willkommens-Party, Schwedisches Dinner, BBQ, Pub-Crawl und Stadtrundfahrt usw. war alles dabei. Dadurch hat man schnell die anderen Leute kennengelernt und schon einiges gesehen. Es sind sehr viele Deutsche (...) ansonsten Franzosen, Italiener, Amerikaner, Polen, Asiaten, ein Rumäne, Lette, Iranerin... Die meisten wohnen, wie ich auf dem Campingplatz in kleinen Hütten, die wir inzwischen bezogen und auch ganz gut eingerichtet haben. Man brauchte noch einige Dinge, wie Vorhänge, Bettzeug, weil die Einrichtung wirklich einfach ist. Ich hatte aber Glück, weil die Vorgänger aus Trier einiges hinterlassen haben. So habe ich z.B. auch schon ein Fahrrad, was jetzt alle suchen, da es bis zur Uni und in die Stadt eine halbe Stunde zu laufen ist. Hier ein paar Bilder von meiner Hütte.

KücheMeine HütteHütteNummer 93

Das Wetter ist noch sehr gut und untypisch warm, obwohl es auch schon geregnet hat. Gestern war ich mit ein paar Leuten im See schwimmen, der allerdings super kalt war. Heute hatten wir einen Ausflug zu einer Elchfarm. Eigentlich einfach ein paar Elche eingezeunt, die man dann streicheln kann. Ich will lieber welche in freier Natur sehen. Nächste Woche beginnt hier die Jagdsaison.

Elche

Ich kann sagen, dass es mir wirklich gut gefällt! Die Stadt ist klein aber fein, an einem großen See gelegen, die Umgebung wunderschön und ich bin gespannt auf den Winter, der beeindruckend sein muss. Anfang Dezember ist hier Biathlon und auch ansonsten wird viel Wintersport betrieben. Ich freue mich schon aufs Skifahren!

Es scheint eine tolle zeit zu werden und ich denke, dass ich mich schnell wohlfühle (eigentlich schon jetzt). Morgen beginnt hier die Uni. Da bin ich gespannt auf meine Kurse und wie ich mit der Sprache zurecht komme. Mit den anderen spreche ich nur Englisch (oder Deutsch), aber es macht Spaß endlich wieder Schwedisch sprechen zu können! Soweit das Fazit: Mit geht es gut.

Ich freue mich über Nachrichten von euch und melde mich bald wieder aus Östersund.

Eure Teresa

28August
2011

Erster Eintrag

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.